Gesundheit

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Höhenkrankheit

Zu Beginn ihrer Tour werden Sie oft die Worte “Pole Pole” von Guides und Trägern zu hören bekommen. Das bedeutet so viel wie “Langsam Langsam”. Diese Aufforderung mag Ihnen zu beginn der Besteigung übertrieben erscheinen, da der Weg nicht allzu stein beginnt und gut zu gehen ist, aber wenn sie es nicht gewohnt sind in Höhen über 2000m ü.NN. zu Laufen, dann werden sich schon am ersten Abend leichte Symptome, wie leichte Kopfschmerzen oder ein schlechter Schlaf, andeuten. Lassen Sie sich nicht von anderen Besteigern zu einem höheren Tempo hinreißen. Gehen Sie in einem Tempo das für Sie sehr angenehm ist, und in dem Sie sich gut unterhalten können.

Symptome der Höhenkrankheit sind: in erster Linie Kopfschmerzen, dazu kommen häufig Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schwäche, Atemnot, Schwindel,Benommenheit, Ohrensausen und Schlafstörungen. Werden die ersten Symptome ignoriert kann sie in ein akutes und lebensbedrohliches Höhenhirnödem übergehen, auch kann sich ein ebenfalls lebensgefährliches Höhenlungenödem bilden.

Unser Team hat jahrelange Erfahrung am Kilimanjaro und kann sehr gut einschätzen ab wann die Höhe gesundheitsbedrohlich für jemanden wird. Bei akuten Symptomen ist es unbedingt notwendig so schnell wie möglich an Höhe zu verlieren. Nehmen Sie sich aber den Tipp der Einheimischen zu Herzen und gehen Sie “Pole Pole”, denn so (siehe Bild) möchte doch niemand den Abstieg erleben:

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Eine sehr gute Prävention gegen die Höhenkrankheit ist eine gute Akklimatisierung des Körpers in der Höhe. Daher haben alle unsere Kilimanjaro-Touren von Haus aus 7 Tage (viele Anbieter bieten 6-Tages-Touren mit möglichem Zusatztag). Durch die 7-Tages-Tour verbringen Sie einen Tag länger auf einer Höhe von ca. 4000m ü.NN. und beginnen die Gipfelbesteigung ausgeruhter. Nach unserer Erfahrung ist es auch sehr hilfreich vor der Kilimanjaro-Besteigung zunächst den Mt. Meru zu besteigen. Dieser hat eine Höhe von 4585m ü.NN. und bietet, bestiegen in 3 oder 4 Tagen, eine gute Möglichkeit seinen Körper schon mal an die Bedingungen am Kilimanjaro zu gewöhnen.

Malaria

Tansania, und speziell die Region um den Kilimanjaro, gilt als Hochrisikoregion für Malaria. Am Berg Kilimanjaro selbst ist das Malariarisiko gering, da die Moskitos ab einer Höhe von 1500m ü.NN. nicht mehr leben können. Der Start der Kilimanjaro-Touren liegt immer ungefähr auf einer Höhe von 1800m ü.NN. Es kann jedoch immer sein das sich Moskitos in der Ausrüstung versteckt haben. Daher empfehlen wir ausdrücklich die Einnahme von Malariaprophylaxe! Hier gibt es unterschiedliche Produkte. Neben den weit verbreiteten Produkten gibt es auch das ein Pulver, das aus dem “Fieberbaum” gewonnen wird. Es enthält den gleichen Wirkstoff wie die Handelsüblichen Malaria Tabletten, kann jedoch 2 mal täglich als Tee, oder ins Essen gerührt werden.