Persönliche Ausrüstung

Persönliche Ausrüstung

Eine gute Ausrüstung ist zwar kein Garant für eine erfolgreiche Gipfelbesteigung, sie kann aber die Chancen deutlich erhöhen und den Weg zum erreichen des Ziels deutlich angenehmer gestalten. Deswegen möchten wir Ihnen an dieser Stelle einige Empfehlungen zur Ausrüstung geben:

Kopf

Bekleidung - Oberkörper

Stellen Sie vor dem Abflug Ihre Kleidung nach dem Zwiebelprinzip zusammen: viele Schichten von Klamotten, die übereinander getragen werden können, ohne dass sie zu eng anliegen. Angefangen bei haut enger Funktionsunterwäsche, über 1 bis 2 weitere Schichten wärmender Funktionswäsche, hin zu z.B. einem warmen Fliespullover und eine Daunenjacke. Wichtig ist, dass die oberste Schicht nicht winddurchlässig ist. Durch die vielen Schichten können Sie sich in jeder Klimazone richtig anziehen. Packen Sie sich auch jeden Tag ein bis zwei zusätzliche Schichten in Ihr Tagesgepäck um auf Wetterumschwünge und die abnehmende Temperatur in der Höhe reagieren zu können. Denken Sie auch an Sonnencreme, da in der Höhe, durch die dünnere Atmosphäre die Sonnenstrahlung viel intensiver ist. Wählen Sie lieber einen hohen Schutzfaktor (50), denn sollten Sie einmal einen Sonnenbrand haben, ist dieser sehr unangenehm.

Bekleidung - Kopf

Auch für den Kopf kann das Zwiebelprinzip angewendet werden. Durch eine Kombination eine dünnen, windundurchlässigen, einer dicken, wärmenden Mütze und ein bis 2 “Schlauchschals” kann der Kopf immer richtig temperiert werden. Generell gilt das über den Kopf sehr viel wärme abgegeben wird, bis zu 20%. Sollten Sie also nachts im Schlafsack frieren, setzen Sie sich eine Mütze auf, das hilft ungemein. Auch eine Sonnenbrille und UV-schützende Lippencreme sollten Sie bedenken.

Bekleidung - Regen

Wichtig sind eine Regenjacke, Regenhose und Regenüberzug für den Tagesrucksack. Gamaschen schützen die Stiefel bei anhaltendem Regen davor von oben naß zu werden. Es ist sinnvoll den Inhalt des Tagesrucksacks in Plastiktüten zu verstauen, denn Wasser kann durch die Rucksack-Rückenseite in den Innenraum eindringen. Als alternative zur Regenjacke ist auch ein Poncho geeignet, am besten einer, der auch den Rucksack bedeckt, so kann kein Regenwasser zwischen Rücken und Rucksack laufen und so von der Rückseite in den Rucksack eindringen. Vor Ort werden Sie auch viele Guides und Träger sehen, die einen Regenschirm dabei haben. Wenn es nicht stürmisch ist, schützt auch dieser sehr gut vor Nässe, von Kopf bis Fuß.

Schuhe

Stiefel

Laufen Sie in gut eingelaufenen Stiefeln, bei denen Sie wissen, dass Sie keine Probleme mit Druckstellen, oder Blasen haben werden. Es sollten schon richtige Wanderstiefel sein, denn spätestens nach dem zweiten Tag werden Sie viel über Geröll laufen, und da ist eine dicke Sohle einfach sehr angenehm, da nicht jeder Stein durch die Sohle drückt. Auch die Trittsicherheit ist mit dicken Sohlen höher.

Socken

Am besten sind richtige Wandersocken. Diese geben zusätzliche Dämpfung bei jedem Schritt und schonen Füße und Gelenke. Im Geschäft mag der Unterschied zwischen der günstigen No-Name-Variante und dem Produkt des Markenherstellers nicht groß aussehen, bei Gehen ist er aber um so stärker zu merken. Auch bei den Socken ist es wichtig, dass sie vorher schon getragen wurden, denn sie passen sich dem Fuß an. Nehmen Sie genügend Paar mit (ca. 1 Paar pro Tag) so dass Sie immer noch ein trockenes Paar in Reserve haben. Denn nichts ist schmerzhafter als stundenlang mit nassen Füßen laufen zu müssen.

Bekleidung - Beine

Da der Start der Tour bei ca. 25°C liegen wird und Sie am Gipfel ca. -15°C erwarten, werden Sie auch mehrere Schichten an den Beinen benötigen. Z.B. eine leichte Hose für die ersten Tage. Dazu eine wärmende enge, wärmende Jogginghose und für die kalten Etappen noch eine Warme Hose. Unterhosen, die auch eng an den Oberschenkeln anliegen schützen zusätzlich davor sich einen “Wolf” zu laufen, da die Haut der Oberschenkel so nicht direkt an einander reiben kann.

Gepäck

Tagesrucksack

Ein 30l Rucksack ist als Tagesrucksack vollkommen ausreichend. In ihm ist Platz für kleine Snacks, Trinken (Es sei nochmal angemerkt, dass es extrem wichtig ist viel (3 bis 5 liter pro Tag) und regelmäßig zu trinken. Ein guter Wasserhaushalt reduziert die Gefahr von Höhenkrankheit), Fotoausrüstung und 1 bis 2 zusätzliche Kleidungsschichten. Je größer der Rucksack, desto größer die Gefahr auch unnötige Dinge einzupacken (Es ist ja schließlich noch Platz!) und somit seine Kräfte zu vergeuden.

Wanderstöcke

Das gehen mir Stöcken mag nicht jedermann und es ist auf jeden Fall sinnvoll vorher auszuprobieren wie es sich mit ihnen so läuft. Man gewöhnt sich sehr schnell an ihre Benutzung. Diese, böse gesagt, “Gehhilfen” sind äußerst praktisch, da sie 3 Vorteile bieten: Beim bergab gehen werden die Füße und Knie entlastet. Beim Bergauf gehen halten die Beine länger durch, da sie durch die Arme unterstützt werden. Durch die dauerhafte Bewegung der Arme werden die hände nicht dick und schmerzen auch nicht. Denn ohne die Stöcke hängen die Arme doch meist nur runter und so sammelt sich Blut und Wasser in den Händen und Armen.

Gepäcke - Träger

Sie können bis zu 15kg Gepäck an einen Träger abgeben. Dieses Gepäck wir in einem wasserdichten Packsack auf dem Kopf eines Trägers transportiert. Sie können Ihr Gepäck also auch in nicht wasserdichten Beuteln verstauen, die dann in den Tragesack gepackt werden.