Kilimanjaro

Das große Abenteuer

Die Besteigung des Kilimanjaro in 6 Tagen auf der wohl schönsten aller Routen: der Machame. Das heißt wir übernachten in Zeltcamps. Was das bedeutet wissen wir am Anfang noch nicht. Da dies nicht unser erster Tag in der Region um Moshi ist haben wir in den den letzten Tagen immer schon den Kili vom weiten gesehen. Es war nur schwer vorstellbar das wir in ein paar Tagen selber dort oben stehen werden. Wir waren motiviert und zuversichtlich, denn aus unserer Besteigung des Mt. Meru, nur wenige Tage zuvor haben wir unsere Lehren gezogen.

Tag 1

Um 9 Uhr wurden wir am Hotel von einem Minibus abgeholt. Darin erwarteten uns unsere Guides und Träger. Die gemeinsame Fahrt gab uns schon mal die Gelegenheit uns gegenseitig kennen zu lernen. Auf der Fahrt zum Machame-Gate haben wir noch zwei Stops eingelegt um noch die letzte Verpflegung frisch einzukaufen.

Am Gate angekommen waren wir von der Geschäftigkeit überrascht, denn so viel Gewusel hatten wir nicht erwartet. Uns wurde gesagt das wir es uns schon mal gemütlich machen können und unser Lunch-Paket essen können, da es etwas dauern wird bis die Formalien erledigt sind. Genau das taten wir auch. Die Wartezeit wurde uns von kleinen Affen verkürzt, die furchtlos an die Touristen heran kamen und von denen gefüttert wurden, oder, wenn sie nichts angeboten bekamen, sich einfach was geklaut haben.

Nach einiger Zeit ging es dann los. Das Gepäck der Träger war gewogen und alle weiteren Formalitäten erledigt. Obwohl der Eingang eigentlich unspektakulär ist und man auf einer Straße aus rotem Sand läuft, hat sich Aufregung breit gemacht – denn es ging wirklich los, es gab kein Zurück mehr! Und von den ersten Metern an haben wir unseren Plan umgesetzt: “Pole Pole”! Immer wieder haben wir uns dabei erwischt das Tempo erhöht zu haben, denn es macht ja Spaß wenn man den Puls merkt und man andere überholt. Aber wir hatten am Meru gemerkt wie schnell man es übertreiben kann und dort  schon in der ersten Nacht leichte Symptome der Höhenkrankheit gemerkt. Das wollten wir hier, am Kili, besser machen. Es dauerte nicht lange und wir wurden in unserem Vorgehen bestätigt, indem Godfrey, unser Guide uns sagte das unser Tempo sehr gut sei, und das er überrascht ist das er uns gar nicht bremsen muss. Nach einiger Zeit zweigte dann unsere Route von der Straße ab und wurde zu einem gut zu begehenden Weg. Genau an dieser Stelle stand dann ein Offizieller des Nationalparks, der noch mal das Gepäck der Träger überprüft hat, denn scheinbar überladen sich doch immer wieder einige Träger. Daher ist diese Nachkontrolle doch sehr gut und wichtig!

Auf dem schmaleren Weg haben wir dann zum ersten mal so richtig gemerkt wie oft wir doch von Trägern überholt werden, denn man sollte sich schon immer mal wieder umschauen um sie vorbei zu lassen. Es gibt nämlich eine Regel unterwegs, und die lautet: “Träger haben Vorrang!” Das ist einem ja auch recht, denn wenn die Träger nicht aufgehalten werden sind sie schneller am Tagesziel und können schon alles vorbereiten bis die langsamen Touristen ankommen.

Nach mehreren Stunden Fußmarsches haben wir dann das Zeltlager erreicht. Die letzten Minuten hatte es angefangen leicht zu regnen, aber wir waren ja schließlich auch noch im Regenwald, da war das nicht überraschend. Im Camp, das sich zwischen vielleicht noch 5m hohen Bäumen dahin zog waren die meisten Zelte schon aufgebaut, andere waren noch nicht ganz fertig. Wir haben warmes Wasser zum Waschen bekommen und haben diese kleine Erfrischung erstmal genossen. Später wurden wir dann von dem üppigen Abendessen überrascht, das wir in unserem “Esszelt” zu uns nehmen konnten – sehr gemütlich bei Kerzenschein. Das Lager befindet sich immerhin auf ca. 3000m, aber wir haben nichts von der Höhe gemerkt und fühlten uns in unserem Gehtempo bestätigt.

Tag 2

Der erste Morgen am Kili. Alles ist klamm, die Luft ist feucht. Naja, eigentlich nicht überraschend. Die Sonne kommt so langsam um den Gipfel herum und wir bekommen die ersten direkten, warmen Sonnenstrahlen ab. Nach dem Frühstück, als die ersten Zelte schon abgebaut waren, haben wir dann Bekanntschaft mit Tieren gemacht, die in Symbiose mit den Touristen leben: Raben. Diese kamen so langsam aus dem Regenwald und machten sich über die Überreste des Vorabends her.

Das Tagesziel war das das Camp auf 3800m. Wir hatten also einiges vor uns. Der zweite Tag begann deutlich steiler als der erste. Auch die Landschaft hat sich deutlich verändert, denn die Sträucher und Bäume waren nur noch etwas höher als Mannshoch. Auch der Untergrund ist viel steiniger geworden. Oft sind wir über große Steinflächen gelaufen. Das Wetter war super. Wenn Wolken da waren, dann waren sie unter uns und wir konnten auf das Wolkenmeer herunter schauen. Am Horizont konnten wir den Meru deutlich sehen, auf dem wir noch vor wenigen Tagen standen und den Kili bewundert haben.

Wie am Vortag wurde das Wetter etwas schlechter kurz bevor wir das Camp erreicht haben, aber dieses Mal hat es nicht geregnet, es wurde nur bewölkt, nur das wir mitten in der Wolke waren – also war es nebelig. Die Wolke wurde aber schon bald wieder weg geblasen und wir konnten wieder den Sonnenschein genießen. Im Camp angekommen haben wir uns etwas erholt und sind dann noch zu einem kleinen Rundgang aufgebrochen um noch einmal etwas höher zu kommen. Anderenfalls wäre das Camp der höchste Punkt des Tages gewesen.

Zum Ende des Tages konnten wir dann noch das Spiel der Wolken genießen und einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Dann war es auch schon Zeit ins Bett zu gehen, denn morgen wartete schon ein ansträngender Tag auf uns.

 

Tag 3

Die Nacht war schon recht frisch, wahrscheinlich mit Temperaturen so um den Gefrierpunkt und heute will sich die Sonne auch nicht so recht zeigen. Es ist bewölkt und man muss sich eine Schicht mehr anziehen. Nach dem Frühstück brechen wir in Richtung “Lava Tower” auf. Dieser ist ca. 4600m hoch, also ungefähr auf Basecamp Niveau. Wir sind gespannt wie unsere Körper auf die Höhe reagieren werden, denn also wir am Meru in dieser Höhe waren, da waren wir ziemlich am Ende. Doch heute fühlt sich bisher alles gut an. Die Landschaft hat sich mittlerweile in eine Steinwüste verwandelt. Vereinzelt sind kleine Blümchen und Gräser zu sehen, aber größtenteils Steine, Felsen und Steinbrocken und einmal auch ein Klohäuschen für die Notdurft.

Während des Aufstiegs zum “Lava Tower”Unterwegs haben wir festgestellt das wir richtig gut mit der Höhe zurecht kommen. Keiner merkt Anzeichen der Höhenkrankheit und auch die Puste macht gut mit. Uns fällt auf das wir viel weniger Pausen als die anderen Gruppen machen müssen. Zwar gehen wir etwas langsamer als die meisten, aber wenn die anderen wieder Pause machen, gehen wir wieder an ihnen vorbei. Nach ein paar Stunden des Aufstiegs haben wir dann den Lava Tower erreicht, der seinen Namen wirklich verdient hat, denn es ist schlicht und ergreifend ein Turm! Am Fuße des Turms ist ein kleines Camp von dem aus der Gipfel über den Gletscher erklommen werden kann. Wir machen dort nur einen kurzen Zwischenstopp um dann zu unserem Tagesziel weiter zu gehen: dem Barranco Camp auf knapp unter 4000m.

Auf dem Abstieg wurde dann die Vegetation wieder etwas vielfältiger und bunter. Wir sind parallel zu einem kleinen Bach gelaufen, bei dem auf flachen Stücken manche kleine Eisflächen zu sehen waren. Es war also wirklich nicht warm, aber durch die ständige Bewegung und vor allem die Windstille waren die Temperaturen gut zu ertragen.

 

 

Tag 4

Wieder eine sehr erholsame Nacht. Es war und ist zwar kalt, aber der blaue Himmel kündigt einen schönen Tag an. Noch liegt das Camp im Schatten der Felswand, aber wir können förmlich zusehen wie uns die Sonne näher kommt und der Schatten zurück weicht. Nach dem Frühstück machen wir uns auf. Am Bachufer ist immer noch Eis. Gleich zu Beginn des Tages haben wir eine Herausforderung vor uns: die “Brackfastwall”. Denn schon gleich nach dem verlassen des Camps geht es steil Bergauf, über groben Fels. Es macht richtig viel Spaß ein bisschen “klettern” zu können. Eine willkommene Abwechselung zum wandern der letzten Tage. Immer wieder staut sich der Menschenstrom etwas, da einige ungeübte etwas länger brauchen, aber jeder schafft es dieses Hindernis zu überwinden. Da kommt ein Träger schnell von hinten und überholt viele andere. Er drückt sich mit etwas zu viel Schwung nach oben und da passiert es, er verliert eine leere Wassertonne. Erst rollt sie langsam auf den Abgrund zu, und dann stürzt sie ab. Die ganze Felswand fängt an zu johlen. Gelächter für alle außer den Unglücksraben, denn es ist unehrenhaft Gepäck zu verlieren, auch wenn es nur eine leere Plastiktonne ist.

Nach ungefähr einer Stunde haben wir den “Gipfel” erreicht. Wir machen nur eine ganz kurze Rast und gehen weiter. Der Weg ist jetzt zunächst sehr eben. Kurz vor unserem Zwischenziel, dem Karangacamp, mussten wir noch eine Schlucht durchqueren. Vom weiten sah es nicht tief aus, aber es hat sich doch noch einmal ziemlich hin gezogen und Kraft gekostet bis zum Boden der Schlucht und wieder hinauf zu steigen.

Nach ca. 3 Stunden hatten wir das Zwischencamp erreicht, auf ca. 4000m ü.NN. Hier haben wir uns kurz etwas erholt und etwas gegessen um uns auf das letzte Teilstück zum Basecamp vorzubereiten, für das wir nochmal 2 bis 3 Stunden brauchen werden. Hätten wir einen Zusatztag für unsere Tour gebucht, wäre hier der Endpunkt unseres Tagesabschnitts gewesen. Im Nachhinein wäre das Gipfelerlebnis wahrscheinlich noch besser gewesen, wenn wir uns diesen Zusatztag gegönnt hätten, denn dann wären wir erholter im Basecamp angekommen und hätten noch mehr Erholung vor der Gipfelbesteigung gehabt.

Ohne den Zusatztag sind wir also nochmal aufgebrochen um bis auf 4600m ü.NN. aufzusteigen. Nach einer Katzenwäsche haben wir uns kurz ins Zelt gelegt um uns zu erholen. Alle normalen Tätigkeiten waren ansträngend, alleine sich im Zelt umzuziehen brachte einen total außer Atem. Zum Abschluss des Tages gab es dann ein leckeres Abendessen mit anschließenden Briefing für die Gipfelbesteigung: Wecken um 23 Uhr, einnehmen eines kleinen Snacks und eines heißen Tees und Aufbruch um 24. Wir fühlten uns total gut und schauten mit Zuversicht auf die kommende Nacht.

 

Tag 5

Mitternacht. Wir sitzen im Zelt, Schlürfen an unserem Tee. Die paar Stunden im Zelt haben eigentlich keine Erholung gebracht. Es ist stürmisch und die Zeltwand hat einem immer wieder gegen den Kopf geschlagen (es hat auch Nachteile wenn man groß ist!) Schlafen ging irgendwie gar nicht. Die Mischung aus Aufregung, Ungewissheit und Höhe war zu viel. Es geht uns beiden so. Dazu kommt die kälte. Es ist verdammt kalt. Wir brechen auf und der eisige Wind geht durch alles durch. Wir laufen im Schein unserer Stirnlampen. Vor und hinter uns können wir andere Gruppen erkennen, die den Aufstieg in Angriff nehmen. Schon nach kurzer zeit wird jedem von uns klar dass das alles andere als leicht wird, auch wenn der Weg bis hier her sehr gut ging. Beim Briefing am Vorabend hatte Godfrey uns schon angeboten das wir gerne unsere Tagesrucksäcke abgeben können, wenn es zu ansträngend wird. “Damals” haben wir ihn noch belächelt und gedacht “Ja ja, Rucksack abgeben, schon klar…”. Nunja, nach nicht mal 1,5 bzw. 2 Stunden war es so weit und wir haben mit Dankbarkeit unsere “schwere Last” abgegeben. Beim Blick auf die Uhr denke ich zu dem Zeitpunkt nur: “Oh nein, noch 4 Stunden bis Sonnenaufgang… .”

Wir laufen einfach immer weiter. Ein paar Schritte gehen, und wieder kurz erholen bis der Guide mit seinem “Gemma weiter, immer weiter” kommt. Dann wieder bis zur nächsten Serpentine. Nur um dort wieder kurz nach Luft zu schnappen. Man fängt an in ganz kleinen Etappen zu denken. Durch die Nacht um einen herum fehlt das große Ziel vor Augen. Vom Gefühl her macht es keinen Unterschied ob man die nächste Kurve erreicht, oder nicht, der Weg vor einem ist sowieso endlos. Manchmal sind andere Gruppen zu sehen.Das zeigt das auch die noch nicht oben sind.  Ich glaube schon nicht mehr daran den Gipfel zu erreichen. Stella Point ist das Ziel. Irgendwann droht auch das unrealistisch zu sein, aber niemals kommt ein Gedanke ans Umkehren auf. Die Motivation von Godfrey an meiner Seite treibt mich voran.

Dann verändert sich etwas: es wird langsam hell um mich herum. Der Wind lässt etwas nach, und es wird etwas wärmer. Die Umgebung ist zu erkennen. Dann der Hinweis von Godfrey dass die Tafel vom Stella Point schon zu sehen ist. Zwar nicht zum greifen nah, aber deutlich sichtbar. Zuversicht kehrt zurück. Ich werde es zumindest bis zum Stella Point schaffen! Das reicht mir. Und kurz darauf ist es so weit, ich bin oben. Timo wartet schon auf mich. Ich bin einfach nur glücklich darüber da zu sein, schaue in die Runde und will mir ein gemütliches Plätzchen zum ausruhen für den Abstieg suchen. Da kommt Godfrey an und sagt nur “Halt, nicht hinsetzen! Auch keine Fotos machen, das könnt ihr auf dem Rückweg, wir laufen gleich weiter zum Gipfel!” … Ich wollte mich doch aber gerade hinsetzen… für Widerworte fehlt mir die Kraft. Als gehe ich weiter. Mein Körper fühlt sich an wie ferngesteuert.

Die Strecke ist jetzt viel flacher, nicht mehr so steil wie hoch zum Stella Point. Wir können wieder ohne Pausen weiter gehen. Es ist fast wie ein Spaziergang, nur das wir total erschöpft sind. Immer weiter gehen. Nach ein paar Minuten übermannen mich die Gefühle “Ich werde tatsächlich auf dem Gipfel stehen, ich werde es schaffen!” Das woran ich schon nicht mehr geglaubt hatte wird doch wahr. Euphorie setzt ein. Ich kann die letzten Meter sogar fast genießen. Und dann sind wir oben. Auf dem Dach Afrikas! Bei strahlendem Sonnenschein. Wir machen das naheliegendste: jeder sucht sich einen Stein, setzt sich drauf und versucht erstmal wieder klar zu kommen. Dann, nach ein paar Minuten fühlen wir uns bereit für das obligatorische Gipfelfoto.

Nicht zu sehen sind all die anderen, die es heute auch geschafft haben und auch noch darauf warten mal vor die Tafel zu können. Dann treten wir auch schon gleich wieder den Abstieg an. Machen kurz Pause am Stelle Point, holen da noch unsere Fotos nach und beginnen dann den steilen Abstieg zurück zum Basecamp. Unterwegs kommen uns immer wieder Gruppen entgegen, denen wir aufmunternde Worte zusprechen, ihnen sagen das es nicht mehr weit ist, und dass das schlimmste schon überstanden sei.

Der Abstieg geht schnell. Man kann auf dem Geröll kontrolliert bergab rutschen und große, raumgreifende Schritte machen (ganz im Unterschied zum Aufstieg, als wir uns in “Schrittchen” voran bewegt haben). Dennoch dauert der Abstieg gute 2 Stunden. Kurz vor dem Camp werden wir mit Limonade empfangen.

Im Lager angekommen sind wir total erschöpft. Wir legen uns für eine halbe Stunde ins Zelt, dösen kurz weg und werden dann schon wieder geweckt um einen Mittagssnack einzunehmen, denn mittlerweile ist es 11 Uhr. Wir sollen nur so kurz wie möglich im Basecamp bleiben und lieber schnell weiter absteigen. Also packen wir unsere Sachen im Zelt zusammen und gehen weiter. Der kurze “Powernap” hat gut geholfen. Wir sind wieder etwas munterer und immer wenn sich wieder Erschöpfung andeutet kann man sich mit Erinnerungen an das bereits geleistete motivieren jetzt auch noch den letzten Rest dieser Gipfeletappe zu bewältigen. Nach weiteren guten 3 oder 4 Stunden (das Zeitgefühl ist der Müdigkeit zum Opfer gefallen) haben wir dann das Mweka Camp erreicht, uns kurz gewaschen, etwas gegessen und lagen dann so gegen 19 Uhr im Zelt. 2 Minuten später war dann jeder von uns im Reich der Träume.
Damit hatten wir sie also bewältigt, die Gipfeletappe: von 4600m hoch auf 5895m und wieder hinunter auf 3100m. Knapp 1300m Aufstieg und 2800m Abstieg. Vorher hat eigentlich dieser Lange Abstieg mehr Ehrfurcht eingeflößt als der Aufstieg. Im Nachhinein war aber doch der Aufstieg eindeutig härter, und die für den Abstieg befürchteten Fuß- und Knieschmerzen sind ausgeblieben (oder sind einfach der Erschöpfung zum Opfer gefallen). In den 14 Stunden Fußmarsch des Tages haben wir eigentlich alle Klimazonen durchwandert: von “arktischer” Kälte (-15°C bei starkem Wind), vorbei an Gletschern, durch Steinwüste, Tundra, gemäßigte Zone bis an den Rand des Regenwalds. Auf diesem Weg habe ich die Wanderstöcke zu schatzen gelernt, die ich in diesem Urlaub zum allerersten Mal benutzt habe.

Ein Fehler war es am Vortag nicht jede freie Minute zum schlafen genutzt zu haben. Auch die Kälte in der Nacht hatten wir unterschätzt. Gar nicht mal im Zelt, da waren die Schlafsäcke warm genug, aber dann unterwegs. Der Körper hatte einfach nicht genügend Energie übrig um Wärme zu produzieren, da wäre eine zusätzlich warme Daunenschicht oder so wirklich noch hilfreich gewesen.

Tag 6

Nach dem Aufwachen wirkten die Erinnerungen an den Vortag surreal. Der Körper war wieder voller Energie, zwar nicht tau frisch, aber überraschend vital, ohne Muskelkater oder Gliederschmerzen. Wir sind auch am letzten Tag früh aufgebrochen um dann auch früh am Gate zu sein. Das letzte Teilstück verging wie im Flug. Nach gerade mal 2 Stunden waren wir schon am Gate. Dort durften wir dann noch etwas auf die Erledigung der Bürokratie warten und sind dann auch schon mit dem Jeep zurück nach Moshi gefahren.

Dort haben wir uns kurz im Hotel erfrischt. Danach haben wir uns noch mal mit Godfrey getroffen um mit ihm Essen zu gehen. Zum Abschluss hat er uns noch einen guten Platz zum Souvenirs shoppen gezeigt. In der Nacht wurden wir dann auch schon zum Flughafen gefahren.