Mt- Meru

Unvergessliche Landschaft und wilde Tiere

Der im Arusha Nationalpark gelegene Mt. Meru überrascht all seine Besucher mit seiner Landschaft und der Vielfalt in der Tierwelt. Der Arusha Nationalpark wird als die kleine Serengeti bezeichnet, da sich in diesem kleinen Park viele Tiere erleben kann. Unsere Empfehlung ist es eine 4 tägige Tour für diesen Berg einzuplanen, denn so haben Sie die Möglichkeit ihre Umgebung zu genießen und sich Ihre Kräfte einteilen zu können.

Tag 1

Am ersten Tag wurden wir mit dem Auto in den Arusha Nationalpark gefahren und schon auf der kurzen Fahrt bis zum Nationalparks Gate, an dem die Besteigung beginnen wird, hatten wir das Glück eine Zebraherde zu sehen. Am Gate angekommen mussten wir zunächst noch etwas warten bis die Bürokratie erledigt war. Die Zeit haben wir genutzt um einen kleinen Snack zu uns zu nehmen. Da am Mt. Meru viele Tiere leben ist es an diesem Berg (anders als am Kilimanjaro) üblich das alle Gruppen durch einen Ranger begleitet werden.

Die erste Etappe hat zwischen 3 und 4 Stunden gedauert. Auf dem Großteil der Strecke sind wir auf Schotterstraßen gelaufen. Dabei haben wir uns von unserer Umgebung beeindrucken lassen. Kurz hinter dem Gate sind wir an einer Büffelherde vorbei gelaufen un von Zeit zu Zeit wurde wir von Affen beobachtet und wir haben versucht diese in den Baumwipfeln zu erspähen. Die gesamte erste Etappe führt durch Regenwald, der einfach nur beeindruckend ist. Das Tagesziel ist ein Hüttencamp auf ca. 2500m ü.NN. Dort angekommen haben wir uns zunächst gewaschen und dann hat auch schon das üppige Abendessen auf uns gewartet.

Nachdem der erste Tag flach beginnt wird der Weg mit der Zeit steiler und teilweise sind sehr steile Rampen zu bewältigen. Achten Sie deshalb immer darauf es nicht zu übertreiben und behalten Sie es immer im Hinterkopf: “Pole Pole”. Es ist wichtig das Sie von Beginn an genügend trinken.

Tag 2

Am zweiten Tag sind wir gegen 9 Uhr morgens aufgebrochen: vor uns ein 4 bis 5 stündiger Aufstieg zum “Saddle Hut” auf 3500m ü.NN. Wir wandern nun nicht mehr auf breiten Straßen, sondern auf Pfaden. Schon nach wenigen Minuten stoßen wir auf auf etwas, das uns den ganzen Tag lang begleiten wird: Treppenstufen. Zu Beginn der Etappe ist es sehr nebelig, aber mit der Zeit wird es immer sonniger und die Sicht wird immer besser. Irgendwann war es dann so weit: der Kilimanjaro war das erste Mal am Horizont zu sehen, zunächst versteckte er sich noch teilweise hinter Wolken, aber später war er dann in seiner vollen Pracht zu sehen.

Zur frühen Mittagszeit sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein an der Hütte angekommen. Niemand aus unserer Gruppe war jemals zuvor in dieser Höhe. Wir merken sie auch schon etwas, da wir uns am ersten Tag zu sehr verausgabt haben. Leichte Kopfschmerzen hat jeder von uns und von unserem Guide kommt nur der Tipp: trinkt mehr Wasser, das hilft! Wir folgen dem Tipp, trinken Wasser und legen uns zum erholen in die Sonne. Schon bald bekommen wir Gesellschaft von einer Gruppe, die in der Nacht den Gipfel bestiegen hat. Wir beglückwünschen die erfolgreichen, fragen sie aus, möchten wissen was uns erwartet.

Nach einem kleinen Snack brechen wir, ohne Gepäck, nur mit Wasser beladen, zur Besteigung des “Little Meru” auf. Dieser Nebengipfel ist ca. 300 Höhenmeter über dem Lager gelegen. Neben den wunderschönen Eindrücken hat die Besteigung noch den Vorteil das sich der Körper schon einmal an etwas größere Höhen gewöhnen kann. Wir folgen also dem Motto “Walk high, sleep low”. Während des Aufstiegs macht sich die Höhe immer wieder bemerkbar. Immer wenn sich leichte Kopfschmerzen melden trinken wir einen Schluck Wasser, und schon verschwinden die Kopfschmerzen wieder. Oben auf dem Gipfel genießen wir den Ausblick. Wir können unser Ziel für die kommende Nacht sehen, und am Horizont sehen wir immer unser großes Ziel für die dann folgenden Tage. Zurück im Lager können wir uns wieder in der Sonne erholen und am Abend genießen wir das üppige Essen. Nach dem Essen bereitet unser Guide uns dann auf die kommende Nacht.

Tag 3

Der längste und anstrengendste Tag dieser Tour liegt vor uns. Wir stehen um Mitternacht auf, keiner von uns hat bis hierher so richtig geschlafen. Das liegt zum einen an der Aufregung, aber auch an der für uns ungewohnten Höhe. Der Körper ist nicht zur Ruhe gekommen. Wir trinken noch einen heißen Tee und essen ein paar Kekse. Dann brechen wir gegen 1 Uhr in Richtung Gipfel auf. Zunächst ist das wandern im Schein der Stirnlampen gewöhnungsbedürftig, aber wir gewöhnen uns schnell daran. Immer wieder wird man überrascht wenn man mit dem Schein der Lampe mal nach Links und Rechts des Weges  seine Umgebung erleuchtet. Oft stellt man überrascht fest das es nur wenig neben einem steil bergab geht. Das Gelände ist stellenweise anspruchsvoll und wir “klettern” seitlich an Felswänden entlang und kämpfen uns Geröllpfade hoch. Höhe und Kälte ziehen die Kraft aus dem Körper.

So langsam deutet sich die Sonne am Horizont an. Es wird wieder heller. Der Gipfel ist schemenhaft zu erkennen. Kraft kommt wieder zurück, und doch ist das letzte Stück zum Ziel eine große Herausforderung. Jeder Schritt ist eine Überwindung. Und dann sind wir oben. Die Sonne geht auf . Wir sitzen auf dem Gipfel, erholen uns und genießen die Aussicht. Natürlich macht jeder seine Bilder und wir machen unser Gruppenbild. So schön die Aussicht auch ist: nach nicht einmal 30 Minuten beginnen wir schon wieder mit dem Abstieg. Mit jedem Meter, den wir an Höhe verlieren, wird die Luft dicker und wir fühlen uns kräftiger. Auf dem Abstieg sehen wir erst wo wir denn in der Nacht lang gelaufen sind und nicht selten höre ich ein “Oha, da sind wir heute Nacht lang?”

Zurück am “Saddle Hut” machen wir erstmal eine Pause und versuchen uns zu erholen, essen und trinken etwas. Wir sind kaputt, müde, aber überglücklich. Heute sind wir die erfolgreichen Besteiger und erzählen den “Neuankömmlingen” im Lager von unseren Erfahrungen. Dann für ein halbes Stündchen die Augen schließen und danach einen Snack essen. Das Tagewerk ist noch nicht vollbracht, denn wir müssen noch in das Lager der ersten Nacht absteigen. Der “Weg der 1000 Stufen” liegt noch vor uns. Nach wenigen Minuten des Abstiegs verfliegt die Erschöpfung, wir sind alle von Glücksgefühlen durchströmt und genießen den wunderschönen Tag. Auf den letzten Metern nimmt dann wieder die Erschöpfung überhand, aber die Hütte, essen und das Bett sind nicht mehr fern.

Tag 4

Für den letzten Tag steht nur noch ein kurzer Abstieg zum Gate vor uns. 2 Stunden auf kleinen und malerischen Pfaden liegen vor uns. Wir haben wieder schönsten Sonnenschein. Die Beine sind zwar ein bisschen müde, aber die Ablenkungen durch Landschaft, Panorama und Tiere lassen sie vergessen.

Zurück am Gate bekommen wir noch ein Zertifikat für die erfolgreiche Besteigung und rufen noch einmal unsere Gruppe zusammen um uns bei Guide, Trägern und Koch für ihre Arbeit zu bedanken und überreichen ihnen ihr wohl verdientes Trinkgeld, denn ohne sie hätten wir es wahrscheinlich nicht auf den Gipfel geschafft.